„Als eurythmischer Künstler kann nur wirken, wer aus innerem Beruf und innerer Begeisterung Kunstsinn schöpferisch entfaltet.
Um die in der menschlichen Organisation liegenden Form- und Bewegungsmöglichkeiten zur Offenbarung zu bringen,
hat man nötig, dass die Seele ganz von Kunst erfüllt ist“

Rudolf Steiner

Eurythmieausbildung in 4 Jahren

Eurythmieausbildung in 4 Jahren

Die Grundlagen der Eurythmie werden in einem vierjährigen Vollzeitstudium vermittelt.

Im Mittelpunkt der Ausbildung – unabhängig ob in 4 oder 5 Jahren- steht die Befähigung der Studierenden, sich eigenständig mit der Eurythmie auseinandersetzen zu können und sich nach Abschluss des Studiums in den verschiedenen Arbeitsfeldern zu spezialisieren.

Die Eurythmieausbildung gliedert sich in folgende Unterrichtsfächer:

Hauptfächer: Lauteurythmie, Toneurythmie
Nebenfächer: Sprachgestaltung, Musiktheorie, Chor, Anthroposophie
Epochen und Seminare: Malen, Plastizieren, Bewegungsdynamisches Zeichnen, Literatur- und Musikgeschichte, Pädagogik, Methodik und Didaktik

In Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Seminar an der Rudolf Steiner-Schule Nürnberg und der Freien Waldorfschule Wendelstein:
Einführung in den Beruf des Eurythmielehrers und Praktika.

Unterrichtsform:
Unterricht und Übstunden finden vorwiegend in der Gruppe statt. Die Eurythmie wird im künstlerisch-praktischen Tun erlernt. Über das eigene Erleben und Gestalten der Bewegung werden sowohl Verständnis und Können als auch die Fähigkeit des selbständigen Umgangs mit der Eurythmie entwickelt. Während der Ausbildung, und auch in regelmäßigen Einzelstunden, werden individuelle Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten des Einzelnen geschult.
Die Studienjahre gliedern sich in Trimester. Jeweils am Ende eines Trimesters werden die erlernten Inhalte öffentlich präsentiert.

Eurythmieausbildung in 5 Jahren

Eurythmieausbildung in 5 Jahren

Die Grundlagen der Eurythmie werden auch in einer fünfjährigen Ausbildung vermittelt.
2-3 Unterrichtstage wöchentlich bilden den Kern der Ausbildung, dazu kommen 3  Blockwochen im Jahr. Eigenverantwortliches tägliches Üben wird erwartet.

Im Mittelpunkt der Ausbildung – unabhängig ob in 4 oder 5 Jahren – steht die Befähigung der Studierenden, sich eigenständig mit der Eurythmie auseinandersetzen zu können und sich nach Abschluss des Studiums in verschiedenen Arbeitsfeldern zu spezialisieren.

Unterrichtsform:

Der Unterricht findet vorwiegend in der Gruppe statt. Die Eurythmie wird im künstlerisch-praktischen Tun erlernt. Über das eigene Erleben und Gestalten der Bewegung werden sowohl Verständnis und Können als auch die Fähigkeit des selbständigen Umgangs mit der Eurythmie entwickelt. Während der Ausbildung, und auch in regelmäßigen Einzelstunden, werden individuelle Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten des Einzelnen geschult.
Die Studienjahre gliedern sich in Trimester. Jeweils am Ende eines Trimesters werden die erlernten Inhalte öffentlich präsentiert. Eine Ausbildung gestreckt auf 5 Jahre erfordert eine hohe Kompetenz und Eigenverantwortlichkeit. Tägliches Üben und selbständiges erarbeiten der Unterrichtsinhalte wird erwartet.

Zeitlicher Ablauf:

Die Gesamtausbildung dauert 5 Jahre.
1. – 4. Jahr: Grundstudium
5. Jahr: Abschlussarbeit mit selbständig ausgearbeiteten
eurythmischen Beispielen und Abschlussaufführung.
Die Studienjahre gliedern sich in Trimester. Jeweils am Ende eines Trimesters werden die erlernten Inhalte öffentlich präsentiert.

Studieninhalte & Lehrplan

1. Ausbildungsjahr

Allgemein

– Grundübungen für körperliche Beweglichkeit und Geschicklichkeit
– Stabübungen
– Qualitäten der Raumesrichtungen an der Gestalt
– Orientierung im Raum durch geometrische Formen
– Schreit- und Rhythmusübungen

Nebenfächer

Sprachgestaltung, Musiktheorie, Chor, Anthroposophie, Epochen und Seminare zu fachspezifischen und allgemein bildenden Fächern, pädagogische Praktika

Lauteurythmie

– Vokal- und Konsonantenqualitäten
– Poetische Grundformen und Choreographien
– Pädgogische Übungen
– Künstlerische Umsetzung von Gedichten in öffentlichen Aufführungen

Toneurythmie

– Erste musikalische Elemente
– Tonhöhe
– Takt
– Rhythmus
– Motivschwung
– C-Dur Tonleiter
– Künstlerische Umsetzung und öffentliche Aufführung erster Musikstücke

2. Ausbildungsjahr

Lauteurythmie

– Stoß- und Blaselaute
– Epik – Lyrik – Dramatik
– Gebärden für Seelenstimmungen wie z.B. Freude und Schmerz
– Raumformen, die aus dem sprachlich-grammatikalischen Sinnzusammenhang entstehen.
– Choreografien zu den angewandten Elementen werden öffentlich aufgeführt

Nebenfächer
Sprachgestaltung, Musiktheorie, Chor, Anthroposophie, Epochen und Seminare zu fachspezifischen und allgemein bildenden Fächern, pädagogische Praktika

Toneurythmie
– Dur – Moll – Dissonanz
– Mehrstimmigkeit
– Töne und Tonarten
– Intervalle
– Motivgestaltungen
– Künstlerische Anwendung der Elemente in Bewegungs-Choreographien zu Musikstücken in öffentlichen Aufführungen

Mit den gelernten Bewegungselementen werden in Laut- und Toneurythmie selbständige Solodarstellungen erarbeitet.

3. Ausbildungsjahr

Lauteurythmie

– Lautverbindungen – Wort- und Satzgebärde
– Choreographien von Rudolf Steiner
– Wochensprüche aus dem anthroposophischen Seelenkalender
– Balladen
– Humoresken
– Künstlerische Gestaltung der Elemente in Choreografien zu verschiedenen Stilen der Dichtkunst

Nebenfächer
Sprachgestaltung, Musiktheorie, Chor, Anthroposophie, Epochen und Seminare zu fachspezifischen und allgemein bildenden Fächern, pädagogische Praktika

Toneurythmie
– Bewegungscharaktere verschiedener Musikepochen
– Barock – Klassik – Romantik – zeitgenössische Musik
– Bewegungsdynamik im Gestalten von Spannung und Lösung
– Forte und Piano u. Ä
– Choreographien der Elemente werden zur öffentlichen Aufführung gebracht
– Solodarstellungen in Laut- und Toneurythmie mit Choreografien von Rudolf Steiner

4. Ausbildungsjahr

Vorbereitung auf die Abschlussaufführung und Tournee. Durch die vertiefte künstlerische Arbeit an verschiedenen Gedichten und Musikstücken diverser Stilepochen werden die vielfältigen eurythmischen Elemente zusammengefasst, sinnvoll eingesetzt und zur öffentlichen Aufführung gebracht.

Zudem erstellen die Studierenden eine schriftliche Abschlussarbeit.

Aufnahmebedingungen

Aufnahmebedingungen

– Mindestalter 18 Jahre
– Mittlerer Bildungsabschluss
– Aufgeschlossenheit gegenüber Anthroposophie, Interesse an Musik und Dichtung, Bewegungsbegabung
– Aufnahmegespräch und Bewegungstest
– Ausbildungsbeginn ist jeweils Mitte September

Zur Anmeldung sind nötig:
Anmeldeformular, Lebenslauf, letztes Schulzeugnis, Gesundheitszeugnis, zwei Passfotos, Anmeldegebühr: Vollzeit: 230,- €; 5-jährige Ausbildung: 180,-€;  die Anmeldegebühr wird bei Studienbeginn auf den ersten Monat als Schulgeld angerechnet.

Hier können Sie das Anmeldeformular herunterladen.

Kosten

Kosten

Das Schulgeld für die Vollzeitausbildung beträgt monatlich 230,- €  (September – August); für die auf 5 Jahre gestreckte Ausbildung  monatlich 180,- € (September – August).

Es existiert ein Studentenfonds. Kleine Darlehen sind nach Absprache möglich. Sonstige Kosten fallen für Fachbücher und Eurythmiebekleidung an.

Die Aufnahmegebühr wird mit dem ersten Monatsbeitrag der Studiengebühren verrechnet.

Schutzkonzept

Schutzkonzept der Eurythmie-Ausbildung und Eurythmie-Bühne Nürnberg

Präambel
Das Verhältnis von Studierenden und Lehrenden an künstlerischen Ausbildungen besitzt eine besondere
Qualität. Gerade im Eurythmieunterricht arbeiten Studierende und Lehrende sowohl in der Gruppe als
auch bei der Soloarbeit sehr nah und intensiv zusammen. Körperliche Hilfestellungen durch Berührung
sind gelegentlich notwendig, werden aber nur mit Zustimmung durchgeführt. Persönliche Aspekte wie
emotionaler Ausdruck, Ausstrahlung und Körperbezogenheit im Unterricht, Auftreten und
Bühnenpräsenz, spielen eine große Rolle. Dies ist einerseits ein essenzieller Bestandteil der
künstlerischen Ausbildung, andererseits können aber gerade in dieser ausgeprägten persönlichen Nähe
Grenzen verschwimmen und missverständliches oder übergriffiges Verhalten entstehen, oder
interpretiert werden.
Wo die persönlichen Grenzen verlaufen und wann diese durch bestimmte Äußerungen oder Handlungen
verletzt werden, kann oft nicht klar festgelegt werden. Es hängt immer auch vom subjektiven Empfinden
der einzelnen Person ab und jeder sollte hier auf die eigene Wahrnehmung vertrauen und in jedem Fall
als erstes ein klärendes Gespräch mit dem Gegenüber suchen.

Leitbild
Die Bewegungskunst Eurythmie ist auf der Grundlage der Anthroposophie und ihres Menschenbildes
entwickelt worden, aus ihr zu verstehen und auszuführen. Die „Grundmaxime der freien Menschen“ von
Rudolf Steiner gibt den Zusammenarbeitenden in Ausbildung und Bühne eine gemeinsame Basis der
Haltung und des Handelns.
„Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens,
ist die Grundmaxime der freien Menschen“.* Vor diesem Hintergrund ist ein respektvoller
menschlicher Umgang in der Gemeinschaft eine Grundvoraussetzung, unabhängig von Status,
Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, Lebensalter, gesundheitlicher
Beeinträchtigung oder sexueller Orientierung. Unterschiedliche Lebenssituationen und Lebensentwürfe
sind hierin enthalten.
Wir pflegen ein wertschätzendes Miteinander, auf Augenhöhe in jeder Situation. Unangemessenes
Verhalten und Diskriminierung werden nicht toleriert. Gesprächssituationen in Präsenz gestalten wir
nach Möglichkeit zu dritt, dies gilt vor allem für Konfliktgespräche jeglicher Art.
* Rudolf Steiner, Philosophie der Freiheit

Prävention und Beschwerde
Alle Beteiligten können sich jederzeit bei Unklarheit, Irritation oder persönlicher Verletzung an die
Verantwortlichen der Ausbildung wenden. Sollte dieser erste Schritt nicht zielführend sein, stehen dafür
zwei weitere, von der Organisation unabhängige Ansprechpartner zur Verfügung. Diese sind derzeit:
Hildegard Lohner, Pfarrerin der Christengemeinschaft, Mobil: 01788189820 und Dr. Christoph
Pinkwart, Anthroposophische Gesellschaft, Tel: 0911-5106868. Vertraulichkeit ist gewährleistet und
Lösungen werden mit den Betroffenen in Absprache mit der Ausbildungsleitung gemeinsam erarbeitet.
In Ausnahme- oder Zweifelsfällen kann Supervision oder Hilfe vom Bund der Freien Waldorfschulen in
Anspruch genommen werden:
https://www.waldorfschule.de/beratung-und-schlichtung

Ergänzungen

Bei Neuantritt einer Hospitation oder eines Praktikumsplatzes haben Studierende die Verpflichtung
selbständig nach dem Schutzkonzept der jeweiligen Institution zu fragen und sich mit ihm vertraut zu
machen.

Unangemessenes Verhalten und Diskriminierung
Persönliche Beziehungen zwischen Studierenden und Unterrichtenden sind grundsätzlich
auszuschließen.
Insbesondere werden folgende Verhaltensweisen nicht geduldet:
Mobbing: eine die Würde einer Person beeinträchtigende Handlung, die das Gegenüber gezielt verletzt,
abwertet, isoliert und ausgrenzt.
Bedrohung und Gewalt: Aktivitäten, durch die andere Personen bedroht werden, sowohl physisch,
psychisch als auch auf digitaler Ebene.
Sexuelle Belästigung und sexualisierte Diskriminierung: verbales, nonverbales oder sexualisiertes
Verhalten innerhalb des Unterrichtsbetriebs, das bedrängend, beleidigend, abwertend oder demütigend
ist.

Handlungskonsequenzen
Sollten die genannten problematischen Aktivitäten von einer/einem Mitarbeitenden des Kollegiums
ausgehen, kann dies eine Aufhebung des Vertrags zur Folge haben.
Sollte die/der Verantwortliche Studierende/Studierender sein, kann gegebenenfalls der
Ausbildungsvertrag gekündigt werden.

Das Schutzkonzept wurde in Zusammenarbeit des Kollegiums erstellt und mit den Studierenden
besprochen und beschlossen. In regelmäßigen Abständen wird es hinterfragt und ggf. aktualisiert.